Bernina Express

Mit dem Zug durch die Schweizer Alpen: der Bernina im Winter

Mit dem Zug durch die Schweizer Alpen: der Bernina im Winter

Der Bernina Express gilt als eine der schönsten Bahnstrecken der Welt, und im Winter zeigt sie sich von ihrer dramatischsten Seite. Von Chur über den Berninapass nach Tirano in Italien überwindet die Schmalspurbahn ohne Zahnrad gewaltige Höhenunterschiede. Verschneite Gletscher, gefrorene Seen und das berühmte Kreisviadukt von Brusio – all das durch große Panoramafenster.

Die Strecke, die alles hat

Auf gut vier Stunden Fahrt durchquert man mehrere Klimazonen. Oben am Pass, auf über 2250 Metern, liegt meterhoher Schnee, der Lago Bianco ist zugefroren. Hinunter nach Tirano wird es plötzlich mediterran, mit Palmen und Weinbergen. Diesen Kontrast an einem Vormittag zu erleben, ist das eigentliche Wunder.

Panoramawagen oder Regionalzug?

Der offizielle Bernina Express mit Panoramawagen verlangt einen Reservierungszuschlag. Wer sparen will, nimmt den normalen Regionalzug der Rhätischen Bahn – gleiche Strecke, gleiche Aussicht, halb so teuer, und die Fenster lassen sich sogar öffnen.

Praktische Tipps

  • Rechts oder links sitzen: Auf der Fahrt von Chur nach Tirano hat man rechts die spektakuläreren Aussichten.
  • In Tirano übernachten oder zurückfahren: Die Rückfahrt mit dem roten Bernina-Bus über die Passstraße ist eine schöne Ergänzung.
  • Wetter prüfen: An klaren Tagen ist die Sicht überwältigend; bei dichtem Schneetreiben sieht man wenig.

Ospizio Bernina

Am höchsten Punkt der Strecke lohnt ein Zwischenhalt. Die Kälte schlägt einem entgegen, wenn man aussteigt, aber die Stille der verschneiten Hochebene ist die paar Minuten draußen wert.

Der Bernina im Winter ist kein Geheimtipp, aber ein berechtigter Klassiker. Wer die Alpen erleben will, ohne zu wandern oder Ski zu fahren, sitzt hier am wärmsten Logenplatz mit der besten Aussicht.