Brügge

Brügge an einem Regentag: wann sich Belgien lohnt

Brügge an einem Regentag: wann sich Belgien lohnt

Brügge gilt als das Venedig des Nordens, und an einem sonnigen Sommertag ertrinkt es förmlich in Touristen. Doch an einem grauen Regentag im Herbst oder Winter entfaltet die mittelalterliche Stadt einen ganz eigenen Zauber. Der Regen treibt die Tagesausflügler in die Schokoladenläden, und die Gassen gehören wieder den wenigen, die geblieben sind.

Die Stadt im Regen

Wenn das Wasser über die Kopfsteinpflaster läuft und sich in den Grachten kräuselt, bekommt Brügge etwas Melancholisches. Der Belfried, der mächtige Glockenturm am Markt, verschwindet halb im Grau. Wer die fast vierhundert Stufen erklimmt, blickt über ein Meer aus nassen Ziegeldächern.

Zuflucht im Warmen

Belgien ist das Land der Schokolade und des Biers – und der Regen liefert den perfekten Vorwand. In einer der vielen Chocolatiers wärmt eine heiße Schokolade von innen. In den braunen Cafés probiert man sich durch die belgische Bierkultur, von herben Trappistenbieren bis zu süßen Kirschbieren.

Was man nicht verpassen sollte

  • Das Beginenhof: Der stille, von weißen Häusern umgebene Hof ist im Regen besonders friedlich.
  • Grachtenfahrt: Auch bei leichtem Regen lohnt die Bootstour – die Perspektive vom Wasser zeigt die Stadt von ihrer schönsten Seite.
  • Pommes, richtig gemacht: Die belgischen Fritten aus einer Friterie, doppelt frittiert und mit Mayonnaise, sind ein Muss.

Kunst hinter Mauern

Das Groeningemuseum beherbergt Meisterwerke der flämischen Primitiven, etwa von Jan van Eyck. Ein Regentag ist die ideale Gelegenheit, Stunden in diesen stillen Sälen zu verbringen, während draußen das Wetter tobt.

Brügge lohnt sich gerade dann, wenn das Wetter mitspielt – im Sinne von Regen und Grau. Wer die Sommer-Hochsaison meidet und einen melancholischen Herbsttag wählt, erlebt eine Stadt, die ihre mittelalterliche Seele am stärksten zeigt.