Cinque Terre

Die Cinque Terre ohne Gedränge: frühmorgens unterwegs

Die Cinque Terre ohne Gedränge: frühmorgens unterwegs

Die fünf bunten Dörfer der Cinque Terre an der ligurischen Küste gehören zu den meistfotografierten Orten Italiens – und zu den überlaufensten. Im Sommer schieben sich die Massen durch die engen Gassen. Doch es gibt einen Trick, der alles ändert: früh aufstehen. Wer vor neun Uhr unterwegs ist, erlebt eine andere Welt.

Die Dörfer im Morgenlicht

Vernazza mit seinem kleinen Hafen und der Kirche am Wasser ist das Postkartenmotiv schlechthin. Um sieben Uhr, wenn die Fischer ihre Boote richten und die ersten Sonnenstrahlen die pastellfarbenen Häuser treffen, gehört der Platz fast einem allein. Zwei Stunden später ist davon nichts mehr zu spüren.

Der Wanderweg zwischen den Orten

Der berühmte Sentiero Azzurro verbindet die Dörfer entlang der Steilküste. Einige Abschnitte sind wegen Erdrutschen immer wieder gesperrt – aktuelle Infos sind Pflicht. Die offenen Etappen aber, etwa von Vernazza nach Monterosso, bieten spektakuläre Blicke aufs Meer. Früh am Tag wandert man in der kühlen Luft, statt in der Mittagshitze zu schwitzen.

Praktisches für den Besuch

  • Die Cinque Terre Card: Sie kombiniert Zugfahrten und Wanderwege; der Regionalzug verbindet alle fünf Orte in Minuten.
  • Kein Auto: Die Dörfer sind weitgehend autofrei. Man reist mit dem Zug an und lässt das Auto in La Spezia.
  • Nebensaison wählen: April, Mai oder September sind angenehmer als der überfüllte Hochsommer.

Genuss am Meer

Ligurien ist die Heimat des Pesto. Frische Trofie-Pasta mit Pesto, dazu ein Glas Vermentino und gebratene Sardellen – einfacher und besser isst man nirgends. In Monterosso gibt es zudem die größten Zitronen, aus denen ein hervorragender Limoncello entsteht.

Die Cinque Terre lohnen sich trotz des Andrangs – wenn man die Tageszeiten klug wählt. Wer früh aufsteht und in der Nebensaison kommt, erlebt die Magie dieser Küste so, wie sie auf den Fotos aussieht: ruhig, farbenfroh und atemberaubend.