Irland

Mit dem Auto durch Irlands Westen: Regen inklusive

Mit dem Auto durch Irlands Westen: Regen inklusive

Irlands Westküste ist rau, grün und wetterwendisch. Auf der Strecke des Wild Atlantic Way reiht sich ein Höhepunkt an den nächsten – steile Klippen, einsame Halbinseln, traditionelle Pubs. Aber wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte eines mitbringen: die Gelassenheit, dass es regnen wird. Oft. Und das ist Teil des Charmes.

Die Klippen und Halbinseln

Die Cliffs of Moher sind das berühmteste Ziel, aber auch das vollste. Beeindruckender und ruhiger finde ich die Halbinseln im Südwesten: der Ring of Kerry und der weniger befahrene Dingle. Auf schmalen Straßen umrundet man Berge und Buchten, vorbei an Schafen und Steinmauern, die das Land in ein grünes Patchwork teilen.

Das Wetter als Mitreisender

An einem einzigen Tag erlebt man Sonne, Regen, Wind und Regenbogen – oft innerhalb einer Stunde. Wer darauf wartet, dass es aufklart, wartet ewig. Besser ist es, loszufahren und die Lichtstimmungen zu nehmen, wie sie kommen. Nach dem Regen leuchtet das Grün am intensivsten.

Praktisches für die Fahrt

  • Linksverkehr und enge Straßen: Die Boreens, kleine Landstraßen, sind oft nur einspurig. Ruhe und Rücksicht sind gefragt.
  • Pubs als Wärmestube: In den Dörfern wärmt man sich bei einem Guinness und oft auch bei spontaner Live-Musik – der Trad Session.
  • Genug Zeit einplanen: Die Entfernungen sind kurz, aber die kurvigen Straßen und Fotostopps verlangsamen jede Etappe.

Connemara und der Norden

Die Region Connemara in der Grafschaft Galway bietet eine besonders wilde Landschaft: Moore, Seen, kahle Berge. Hier spricht man noch Irisch, und die Einsamkeit der Gegend hat etwas Meditatives.

Irlands Westen mit dem Auto ist eine Reise für Menschen, die Wetter nicht als Hindernis, sondern als Stimmung begreifen. Wer Regenjacke und Geduld mitbringt, wird mit einer der eindrucksvollsten Küstenlandschaften Europas belohnt.