Karpaten

Ein Sommer in den Karpaten: Rumäniens wilder Osten

Ein Sommer in den Karpaten: Rumäniens wilder Osten

Die Karpaten in Rumänien gehören zu den letzten großen Wildnisgebieten Europas. Hier leben noch Bären, Wölfe und Luchse, ziehen Schäfer mit ihren Herden über die Almen, und mittelalterliche Dörfer scheinen die Zeit vergessen zu haben. Ein Sommer in dieser Bergwelt führt in ein Europa, das anderswo längst verschwunden ist.

Die Bergwelt Transsilvaniens

Das Făgăraș-Gebirge mit dem höchsten Gipfel Rumäniens und die Bucegi-Berge bieten anspruchsvolle Wanderungen über Grate und zu Gletscherseen. Die berühmte Transfăgărășan-Straße windet sich in atemberaubenden Serpentinen über den Hauptkamm – eine der spektakulärsten Bergstraßen Europas, im Sommer geöffnet.

Dörfer wie aus einer anderen Zeit

In den sächsischen Dörfern Siebenbürgens, etwa Viscri, stehen Kirchenburgen aus dem Mittelalter. Bauern arbeiten noch mit Pferd und Wagen, Heu wird von Hand gemacht. Diese gelebte Tradition, fernab des Massentourismus, ist eines der eindrücklichsten Erlebnisse der Region.

Praktisches für die Reise

  • Bären respektieren: In den Wäldern leben viele Braunbären; geführte Beobachtungstouren sind sicher, eigenmächtiges Anlocken gefährlich.
  • Zeit mitbringen: Die Straßen in den Bergen sind oft kurvig und langsam; Entfernungen täuschen.
  • Gastfreundschaft annehmen: In den Pensionen, oft von Familien geführt, erlebt man herzliche Aufnahme und herzhafte Küche.

Kulinarik und Kultur

Die rumänische Küche ist deftig: Sarmale, gefüllte Krautwickel, Mămăligă, ein Maisbrei, und Käse von den Almen. Dazu probiert man den selbstgebrannten Pflaumenschnaps Țuică, der in keinem Dorf fehlt. Städte wie Brașov und Sibiu mit ihren mittelalterlichen Zentren runden die Reise ab.

Die Karpaten zeigen ein wildes, ursprüngliches Rumänien voller Natur, Tradition und Gastfreundschaft. Wer abseits der Touristenpfade reist und sich auf das langsame Tempo der Berge einlässt, entdeckt eine der letzten echten Wildnisse unseres Kontinents.