Kykladen

Die griechischen Kykladen vor der Hauptsaison

Die griechischen Kykladen vor der Hauptsaison

Die Kykladen im Hochsommer sind ein Traum für viele – und genau deshalb voll, teuer und heiß. Wer die weißen Dörfer und das tiefblaue Meer ohne die Massen erleben will, reist im Mai oder frühen Juni. Dann sind die Inseln grün, die Preise moderat, und man hat die Gassen oft für sich. Ich war auf Naxos und Paros, abseits der berühmten Santorini-Routen.

Naxos, die unterschätzte Insel

Naxos ist die größte der Kykladen und überraschend vielfältig. Während die Hauptstadt Chora mit ihrer venezianischen Burg und dem Apollo-Tor am Hafen lockt, finden sich im Inselinneren Bergdörfer wie Apiranthos, lange Sandstrände und fruchtbare Täler. Im Frühling blühen die Wiesen, und die Berge tragen noch Grün – ein Bild, das im trockenen Sommer verschwindet.

Paros und die ruhigen Buchten

Paros gilt als entspannter Mittelweg: hübsche Dörfer wie Naoussa mit seinem kleinen Fischerhafen, aber ohne die Überfüllung Santorinis. Vor der Hauptsaison sind die Tavernen am Wasser noch von Einheimischen besucht, und die Buchten liegen verlassen da.

Praktisches für die Nebensaison

  • Fährverbindungen prüfen: Vor der Saison fahren die Fähren seltener; die Verbindungen zwischen den Inseln will geplant sein.
  • Zum Baden noch frisch: Das Meer ist im Mai noch kühl – zum Wandern und Erkunden aber ideal.
  • Manches öffnet später: Einige Hotels und Strandbars starten erst zur Hauptsaison; in den Hauptorten bleibt aber genug offen.

Wandern zwischen Dörfern

Alte Eselspfade verbinden die Dörfer der Kykladen. Im Frühling, wenn es noch nicht zu heiß ist, sind diese Wanderungen ein Genuss – vorbei an weißen Kapellen, Olivenhainen und Steinmauern, mit dem Meer stets in Sicht.

Die Kykladen vor der Hauptsaison bieten alles, was die Inseln berühmt macht, ohne den Stress des Hochsommers. Wer auf das warme Badewasser verzichten kann, wird mit grünen Landschaften, ruhigen Dörfern und echter griechischer Gastfreundschaft belohnt.