Die Lofoten, eine Inselgruppe weit über dem Polarkreis, gehören zu den dramatischsten Landschaften Europas. Steile Gipfel stürzen direkt ins Meer, rote Fischerhütten kleben an den Buchten, und im Sommer geht die Sonne wochenlang nicht unter. Ein Roadtrip auf der einzigen Durchgangsstraße verbindet all diese Wunder.
Die Mitternachtssonne
Von Ende Mai bis Mitte Juli bleibt es auf den Lofoten rund um die Uhr hell. Das verändert das Reisegefühl völlig: Man wandert um Mitternacht, fotografiert im goldenen Dauerlicht und verliert jedes Zeitgefühl. Eine Schlafmaske ist Pflicht, denn die Helligkeit dringt durch jeden Vorhang.
Die Straße E10
Die Europastraße 10 führt über Brücken und durch Tunnel von Insel zu Insel. Orte wie Henningsvær, ein Fischerdorf auf kleinen Schären, oder Reine, oft als eines der schönsten Dörfer Norwegens bezeichnet, liegen direkt an der Route. Jede Kurve eröffnet ein neues Postkartenmotiv.
Praktisches für die Reise
- Rorbuer mieten: Die ehemaligen Fischerhütten, heute oft Unterkünfte, bieten das authentischste Übernachtungserlebnis am Wasser.
- Wetter respektieren: Selbst im Sommer kann es kalt, windig und nass sein; Schichten und Regenkleidung gehören ins Gepäck.
- Früh buchen: Die Unterkünfte sind begrenzt und im Sommer schnell ausgebucht.
Wandern mit Aussicht
Der Aufstieg auf den Reinebringen über eine von Sherpas gebaute Steintreppe belohnt mit dem wohl berühmtesten Ausblick der Lofoten: Reine, eingebettet zwischen Wasser und Gipfeln. Der Weg ist steil, aber die Aussicht überwältigend.
Ein Roadtrip auf den Lofoten im Sommer ist eine Reise in eine Welt aus Licht und Fels. Die Mitternachtssonne, die roten Hütten und die schroffen Berge ergeben eine Landschaft, die man gesehen haben muss, um sie zu glauben – und die man nie wieder vergisst.