Loire

Mit dem Fahrrad an der Loire: Schlösser, Wind und Pausen

Mit dem Fahrrad an der Loire: Schlösser, Wind und Pausen

Die Loire mit dem Fahrrad zu erkunden, ist eine der entspanntesten Radreisen Europas – wenn man den Wind nicht unterschätzt. Der ausgeschilderte Radweg „La Loire à Vélo" führt weitgehend flach am Fluss entlang, vorbei an Schlössern, Weinbergen und verschlafenen Dörfern. Ich bin von Blois nach Saumur gefahren, etwa in fünf Tagen.

Flach heißt nicht mühelos

Steigungen gibt es kaum, aber der Wind weht oft kräftig flussabwärts oder -aufwärts und kann zum echten Gegner werden. Wer flexibel ist, plant die Etappen nach der Wettervorhersage und fährt mit dem Wind, nicht gegen ihn. Ein E-Bike nimmt dem Ganzen den Stress, ist aber kein Muss.

Welche Schlösser sich lohnen

Chambord ist das größte und beeindruckendste, aber auch das vollste. Chenonceau, das sich über den Fluss Cher spannt, ist eleganter und stimmungsvoller. Mein Favorit war das kleinere Azay-le-Rideau, das sich im Wasser spiegelt und ohne große Menschenmengen auskommt.

Praktisches für die Tour

  • Gepäcktransport buchen: Viele Anbieter bringen das Gepäck von Unterkunft zu Unterkunft – so fährt man leicht und entspannt.
  • Picknick statt Restaurant: Auf den Märkten kauft man Baguette, Ziegenkäse und Obst und isst am Flussufer.
  • Reifenpanne einkalkulieren: Flickzeug und eine Ersatzschlauch gehören dazu; Fahrradläden sind nicht überall.

Der Rhythmus der Reise

Das Schöne am Radfahren ist das Tempo: schnell genug, um voranzukommen, langsam genug, um alles wahrzunehmen. Man hält an, wenn ein Dorf einlädt, trinkt einen Kaffee, fährt weiter. Die Schlösser sind das Ziel, aber die Pausen dazwischen sind die Reise.

Die Loire per Rad verbindet Kultur, Genuss und Bewegung, ohne sportlichen Ehrgeiz zu verlangen. Wer den Wind respektiert und sich Zeit lässt, erlebt Frankreich aus dem Sattel von seiner gemütlichsten Seite.