Madeira

Madeira: Levada-Wanderungen und steile Küsten

Madeira: Levada-Wanderungen und steile Küsten

Madeira, der portugiesische Inselberg im Atlantik, ist ein Paradies für Wanderer. Das ganze Jahr über mild, üppig grün und durchzogen von einem einzigartigen Wegenetz: den Levadas. Diese alten Bewässerungskanäle führen mit sanftem Gefälle quer durch die Insel und eröffnen Wanderungen für jede Kondition – vom gemütlichen Spaziergang bis zur anspruchsvollen Bergtour.

Was Levadas besonders macht

Die Levadas wurden über Jahrhunderte gebaut, um Wasser von den feuchten Nordhängen in den trockeneren Süden zu leiten. Entlang dieser Kanäle verlaufen schmale Pfade. Weil sie dem Wasserlauf folgen, sind sie meist flach – ideal, um lange Strecken durch Lorbeerwald und an Wasserfällen vorbei zu wandern, ohne stundenlang bergauf zu steigen.

Die schönsten Touren

Die Levada do Caldeirão Verde führt durch Tunnel und zu einem grünen Kessel mit Wasserfall – eine Taschenlampe gehört ins Gepäck. Anspruchsvoller ist die Gratwanderung zwischen Pico do Arieiro und Pico Ruivo, den höchsten Gipfeln, oft über den Wolken.

Praktisches für die Insel

  • Mietwagen empfehlenswert: Die Ausgangspunkte vieler Wanderungen liegen abgelegen; mit dem Bus dauert es lange.
  • Auf Tunnel vorbereitet sein: Manche Levadas führen durch dunkle, nasse Tunnel – Stirnlampe und feste Schuhe sind Pflicht.
  • Wetter wechselt nach Höhe: Im Tal kann die Sonne scheinen, während die Gipfel im Nebel liegen, oder umgekehrt.

Funchal und der Wein

Die Hauptstadt Funchal lohnt einen Bummel durch den Markt und die Altstadt. Und natürlich gehört eine Verkostung des berühmten Madeira-Weins dazu, eines aufgespriteten Süßweins, der die Insel weltberühmt gemacht hat.

Madeira ist ein ganzjähriges Wanderziel mit einer Landschaft, die von schroffen Küsten bis zu Nebelwäldern reicht. Die Levadas machen das Wandern hier besonders zugänglich – ein grünes Bergreich mitten im Atlantik, das jede Reise lohnt.