Picos de Europa

Die Picos de Europa: Spaniens grüner Norden

Die Picos de Europa: Spaniens grüner Norden

Wer Spanien für trocken und sonnenverbrannt hält, kennt den Norden nicht. Die Picos de Europa, ein schroffes Kalkmassiv unweit der Atlantikküste, sind grün, feucht und alpin. Hier gibt es tiefe Schluchten, Bergseen und Dörfer, in denen noch Käse in Höhlen reift. Es ist ein Spanien, das mit Stränden und Flamenco nichts zu tun hat.

Die Schlucht des Cares

Die berühmteste Wanderung führt durch die Garganta del Cares, eine spektakuläre Schlucht zwischen den Provinzen León und Asturien. Der Weg, in den Fels gehauen, verläuft hoch über dem türkisen Fluss und ist auch für geübte Spaziergänger machbar. Die senkrechten Wände und die Tiefe der Schlucht machen die rund zwölf Kilometer zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die Seen von Covadonga

Oberhalb der Wallfahrtsstätte Covadonga liegen die Bergseen Enol und Ercina, eingebettet in eine grüne Hochweidenlandschaft, auf der Kühe grasen. An nebligen Tagen wirkt die Szenerie fast irisch, an klaren blickt man weit über die Gipfel.

Praktisches für die Berge

  • Wetter ist wechselhaft: Die Nähe zum Atlantik bringt oft Regen und Nebel; wasserdichte Kleidung ist unverzichtbar.
  • Seilbahn von Fuente Dé: Sie bringt Wanderer rasch in die Höhe und eröffnet hochalpine Touren ohne langen Aufstieg.
  • Zufahrt geregelt: Zu den Seen von Covadonga fährt man in der Hauptsaison mit dem Shuttlebus, da die Straße gesperrt wird.

Käse und Cidre

Asturien ist die Heimat des kräftigen Cabrales, eines Blauschimmelkäses, der in Berghöhlen reift. Dazu trinkt man Sidra, den herben Apfelwein, der aus großer Höhe ins Glas gegossen wird, um ihn zu belüften – ein Schauspiel für sich.

Die Picos de Europa zeigen das unbekannte, grüne Spanien. Wer Berge, Wandern und herzhafte Küche dem Strand vorzieht, findet hier eine der schönsten und ursprünglichsten Landschaften der iberischen Halbinsel.