Provence

Mit dem Rad durch die Provence: Lavendel kommt später

Mit dem Rad durch die Provence: Lavendel kommt später

Die Provence wird auf Lavendelfelder reduziert, dabei blühen die berühmten violetten Reihen nur wenige Wochen im Hochsommer. Wer im Frühling mit dem Rad anreist, erlebt eine andere, mindestens so reizvolle Provence: blühende Obstgärten, leere Straßen, milde Temperaturen und Dörfer, die noch nicht von Reisebussen belagert sind.

Das Luberon mit dem Rad

Die Hügellandschaft des Luberon ist ideal für Radtouren. Auf kleinen Straßen rollt man von einem Bergdorf zum nächsten: Gordes, das sich an einen Felsen klammert, Roussillon mit seinen ockerfarbenen Felsen, das stille Ménerbes. Die Anstiege fordern, aber jede Abfahrt durch Weinberge und Lavendelfelder – die im Frühling noch grün sind – entschädigt dafür.

Frühling statt Lavendelhochsaison

Im April und Mai blühen die Kirsch- und Mandelbäume, die Wiesen sind grün, und das Licht hat jene klare Qualität, die schon van Gogh und Cézanne anzog. Die Hitze des Hochsommers fehlt, und die Straßen sind frei von dem Verkehr, den die Lavendelblüte später anzieht.

Praktisches für die Radtour

  • E-Bike für die Hügel: Das Luberon ist bergig; ein E-Bike nimmt den Steigungen den Schrecken.
  • Märkte ansteuern: Die provenzalischen Wochenmärkte – etwa in Apt oder Coustellet – sind ein Fest für die Sinne und ideal für ein Picknick.
  • Mistral einplanen: Der kalte Fallwind kann das Radeln erschweren; die Wettervorhersage hilft bei der Etappenplanung.

Genuss am Wegesrand

Ein Picknick aus dem Markt – Ziegenkäse, Oliven, Baguette, Tomaten – unter einer Platane, dazu ein Glas Rosé aus der Region: So schmeckt die Provence am ehrlichsten. Die Weingüter der Côtes du Luberon laden zur Verkostung ein.

Die Provence mit dem Rad im Frühling verbindet sportlichen Genuss mit kulinarischem. Wer nicht auf die Lavendelblüte fixiert ist, entdeckt eine Region voller blühender Gärten, ockerfarbener Felsen und stiller Dörfer – fernab der Sommerhektik.