Stockholm

Schwedens Schären: Stockholm und das Wasser

Schwedens Schären: Stockholm und das Wasser

Stockholm ist eine Stadt auf dem Wasser, gebaut auf vierzehn Inseln. Doch das eigentliche Wunder beginnt erst dahinter: der Schärengarten, ein Archipel aus tausenden Inseln, das sich vom Stadtrand weit in die Ostsee erstreckt. Wer Stockholm besucht, sollte unbedingt einen Tag den Schären widmen – die Stadt und das Wasser gehören zusammen.

Stockholm zwischen den Inseln

Die Altstadt Gamla Stan auf ihrer eigenen Insel ist das touristische Herz, mit engen Gassen und dem Königsschloss. Doch das Stockholmer Lebensgefühl findet man eher auf Södermalm, dem ehemaligen Arbeiterviertel, heute voller Cafés, Vintage-Läden und Aussichtspunkten über das Wasser. Im Sommer sitzen die Stockholmer am Ufer und genießen das lange Tageslicht.

Hinaus in den Schärengarten

Vom Zentrum aus fahren Schiffe in den Archipel. Inseln wie Vaxholm sind schnell erreicht und gut für einen Halbtagesausflug. Weiter draußen liegt Sandhamn, ein Seglerparadies mit weißen Holzhäusern und Sandstränden, oder das ruhige Grinda. Je weiter man hinausfährt, desto stiller wird es.

Praktisches für den Ausflug

  • Bootspass nutzen: Ein Mehrtagesticket der Fährgesellschaft lohnt sich, wenn man mehrere Inseln besuchen will.
  • Sommer ist Hochsaison: Im Juli sind die beliebten Inseln voll; Juni und August sind angenehmer.
  • Übernachten lohnt: Eine Nacht auf einer Schäreninsel, wenn die Tagesgäste weg sind, ist ein besonderes Erlebnis.

Das Recht auf Natur

In Schweden gilt das Jedermannsrecht: Man darf die Natur frei betreten, zelten und Beeren sammeln. In den Schären bedeutet das, dass man auch abseits der Orte rasten und baden kann – ein Privileg, das die schwedische Naturverbundenheit widerspiegelt.

Stockholm und seine Schären sind eine Einheit aus Stadt und Wasser. Wer nur die Innenstadt sieht, verpasst das Wesentliche. Erst der Ausflug in den Archipel zeigt, warum die Stockholmer ihr Leben so eng mit dem Meer verbinden.