Wer in einer Woche Berge, Höhlen, mittelalterliche Städte und das Mittelmeer erleben will, findet kaum eine bessere Route als die von Sloweniens Alpen hinunter nach Istrien. Die kurzen Distanzen machen es möglich, in einem einzigen Roadtrip Landschaften zu durchqueren, für die man anderswo Wochen bräuchte. Ich bin die Strecke im späten Frühling gefahren.
Von den Bergen ins Karstland
Start ist im Norden, in den Julischen Alpen rund um Bled und Bohinj. Von dort führt die Route südwärts ins Karstgebiet, eine Region voller Höhlen. Die Höhle von Postojna befährt man mit einer kleinen Bahn, die Höhle von Škocjan dagegen, ein UNESCO-Welterbe, beeindruckt mit einem gewaltigen unterirdischen Canyon.
Lipica und die weißen Pferde
Im Karst liegt das Gestüt Lipica, Ursprung der berühmten Lipizzaner. Ein Stopp lohnt sich, um die eleganten weißen Pferde auf den Weiden zu sehen – ein Stück lebendige Geschichte mitten in der Landschaft.
Istrien, wo drei Länder sich treffen
- Die slowenische Küste: Piran ist ein venezianisch geprägtes Städtchen mit einem hübschen Hafen und engen Gassen – klein, aber bezaubernd.
- Kroatisches Istrien: Hügelstädte wie Motovun thronen über Weinbergen und Trüffelwäldern.
- Kulinarik: Trüffel, Olivenöl und Malvazija-Wein machen Istrien zu einem Geheimtipp für Genießer.
Praktisches
Die Grenzen zwischen Slowenien und Kroatien sind unkompliziert, doch der Personalausweis gehört griffbereit. Die Straßen sind gut ausgebaut, und die Distanzen kurz – kein Tag erfordert mehr als zwei, drei Stunden Fahrt, was viel Zeit zum Entdecken lässt.
Der Roadtrip von Slowenien nach Istrien verbindet auf engstem Raum eine erstaunliche Vielfalt: Alpenseen, dramatische Höhlen, mittelalterliche Hügelstädte und mediterrane Häfen. Wer Abwechslung sucht, ohne ständig im Auto zu sitzen, ist hier genau richtig.