Teneriffa

Teneriffa im Winter: Wandern statt Strandliegen

Teneriffa im Winter: Wandern statt Strandliegen

Teneriffa hat einen Ruf als Pauschalziel mit Hotelburgen und Sangria-Eimern. Das stimmt für den Süden der Insel. Doch wer im Winter mit Wanderschuhen statt Strandtuch anreist, entdeckt eine völlig andere Insel: nebelverhangene Lorbeerwälder, einen Vulkan über den Wolken und Dörfer, in denen die Zeit langsamer geht.

Der Teide über den Wolken

Der Pico del Teide ist mit 3715 Metern der höchste Berg Spaniens. Im Winter liegt oft Schnee auf dem Gipfel, während es an der Küste mild bleibt. Die Fahrt durch den Nationalpark führt durch eine Mondlandschaft aus erstarrter Lava. Wer ganz nach oben will, braucht eine kostenlose, aber begehrte Genehmigung – frühzeitig beantragen.

Das grüne Anaga-Gebirge

Im Nordosten der Insel liegt das Anaga-Gebirge, ein UNESCO-Biosphärenreservat. Hier wachsen uralte Lorbeerwälder, durch die feuchte Pfade führen. Der Kontrast zur kargen Teide-Landschaft könnte größer nicht sein – beides auf einer Insel.

Praktisches für Wanderer

  • Den Norden wählen: Orte wie La Laguna oder Puerto de la Cruz sind authentischer und kühler als der trockene Süden.
  • Mikroklima beachten: Auf engem Raum wechselt das Wetter stark. Während der Süden in der Sonne liegt, kann der Norden im Nebel versinken.
  • Mietwagen empfehlenswert: Die schönsten Wanderwege erreicht man mit dem Bus nur umständlich.

Essen jenseits der Touristenmeile

In den Guachinches, einfachen Lokalen der Weinbauern, isst man kanarische Hausmannskost zu kleinen Preisen: Papas arrugadas mit Mojo-Soße, frischer Fisch, junger Wein. Diese Adressen findet man selten im Reiseführer, aber leicht bei den Einheimischen.

Teneriffa im Winter ist eine Insel für Aktive, nicht für Sonnenanbeter. Wer wandert, entdeckt eine Vielfalt an Landschaften, die man dem Pauschalziel nie zugetraut hätte – vom schneebedeckten Vulkan bis zum Urwald, alles an einem Tag erreichbar.