Wien

Wien für Genießer: Märkte, Heuriger, Spaziergänge

Wien für Genießer: Märkte, Heuriger, Spaziergänge

Wien hat den Ruf von Kaffeehaus und Sachertorte, aber die kulinarische Seite der Stadt reicht weit darüber hinaus. Wer mit Appetit und Zeit anreist, entdeckt eine Genusskultur, die sich auf Märkten, in Weinschenken und bei langen Spaziergängen erschließt. Hier ein Streifzug durch das genussvolle Wien jenseits der Touristenmenüs.

Der Naschmarkt und die kleinen Märkte

Der Naschmarkt ist berühmt, aber an den Rändern auch touristisch. Wer es authentischer mag, besucht den Brunnenmarkt im sechzehnten Bezirk, den längsten Straßenmarkt Wiens, wo die Vielfalt der Zuwanderung sichtbar und schmeckbar wird. Frisches Gemüse, türkisches Gebäck, Gewürze – das Wien der Gegenwart.

Heuriger am Stadtrand

Eine Wiener Besonderheit ist der Heurige, eine Weinschenke, in der die Winzer ihren eigenen, jungen Wein ausschenken. In Orten wie Grinzing oder Nussdorf am Rand der Stadt, umgeben von Weinbergen, sitzt man im Garten, isst kalte Brettljause und trinkt Grünen Veltliner. Authentischer wird es in den weniger bekannten Heurigen am Bisamberg.

Genuss zu Fuß

  • Spaziergang durch die Weinberge: Vom Kahlenberg führen Wege durch die Reben mit weitem Blick über die Stadt und die Donau.
  • Klassische Wiener Küche: In einem traditionellen Beisl gibt es Tafelspitz, Schnitzel und Gulasch, wie es sein soll.
  • Süßes mit Geschichte: Statt der Touristen-Sachertorte lohnt der Besuch einer alten Konditorei für hausgemachten Apfelstrudel.

Kaffee als Kultur

Das Kaffeehaus bleibt das Wohnzimmer der Stadt. Eine Melange, ein Glas Wasser und eine Zeitung – und das Recht, stundenlang zu bleiben. Diese entschleunigte Genusskultur ist vielleicht das Wienerischste überhaupt.

Wien für Genießer heißt: über die Touristenpfade hinausgehen, auf die kleinen Märkte, in die Heurigen am Stadtrand, in die alten Beisl. Wer das tut, schmeckt eine Stadt, die Genuss nicht als Show, sondern als Lebensart pflegt.