Wien

Wien zwischen den Jahren: Kaffeehäuser statt Silvestertrubel

Wien zwischen den Jahren: Kaffeehäuser statt Silvestertrubel

Wien an Silvester wird laut beworben: Walzer am Rathausplatz, Feuerwerk über der Stadt. Aber die schönste Zeit liegt in den Tagen davor und danach, wenn der Trubel abebbt und die Stadt sich in ihre Kaffeehäuser zurückzieht. Wer Wien ruhig erleben will, kommt in der Woche zwischen den Jahren.

Das Kaffeehaus als Wohnzimmer

Im Wiener Kaffeehaus zahlt man nicht für den Kaffee, sondern für das Recht, stundenlang zu bleiben. Im Café Sperl oder im Café Central liest man Zeitung, schaut den Kellnern im Frack zu und bestellt irgendwann eine zweite Melange. Der Kellner drängt nie. Diese entschleunigte Kultur ist das eigentliche Wiener Erlebnis.

Wohin außer ins Kaffeehaus

Zwischen den Jahren sind die großen Museen geöffnet, aber weniger voll. Das Kunsthistorische Museum mit Bruegels Bauernbildern, die Albertina mit ihren Grafiken – beide bieten Stunden im Warmen, während draußen die Kälte beißt.

Praktische Hinweise

  • 31. Dezember meiden, wenn man Ruhe will: Die Innenstadt wird zur Partymeile. Wer das nicht mag, plant für diesen Abend ein Konzert oder ein ruhiges Lokal.
  • Öffnungszeiten prüfen: Am 1. Januar haben viele Geschäfte zu, Kaffeehäuser und Museen aber oft offen.
  • Die Öffis sind ideal: Mit der Wiener Linien-Karte kommt man überall hin; ein Auto ist überflüssig.

Das Neujahrskonzert ohne Karte

Die begehrten Karten für das Neujahrskonzert sind unerreichbar. Aber man kann das Konzert auf der Großleinwand am Rathausplatz verfolgen oder einfach in einem Heurigen am Stadtrand auf das neue Jahr anstoßen, bei einem Glas Grünem Veltliner.

Wien zwischen den Jahren ist eine Einladung zur Langsamkeit. Statt Silvesterhektik gibt es Kaffeehausruhe, Museen ohne Gedränge und eine Stadt, die ihre kaiserliche Würde gerade im Winter am schönsten trägt.